Hochfilzen: Hier kommt der Winter mit Sport und Familien zusammen
Hochfilzen in Tirol ist ein Familienurlaub der besonderen Art. Hier wirkt der Winter, als hätte er selbst einen ruhigen Lieblingsort gefunden. Es ist eine stille, funkelnde Hochebene, eingebettet zwischen den schroffen Leoganger Steinbergen und den weichen, weißen Hügeln der Kitzbüheler Alpen. Wer hier ankommt, spürt sofort diese besondere Mischung: das sanfte Atmen eines Bergdorfes, das seine Wurzeln nie verloren hat, und gleichzeitig die vibrierende Energie eines Sportzentrums, in dem Weltklasse-Athleten Geschichte schreiben.
Für Kinder sehr gut geeignet
Hochfilzen empfängt Kinder wie ein freundlicher Riese. Gerade für Familien ist Hochfilzen ein leuchtender Startpunkt mit einladenden Pisten, ideal für erste Bögen. Die Loipen für Langlauf ziehen sich wie gemalte Linien durch das Tal, auf ihnen lässt sich im Gleiten ein kleines poetisches Abenteuer erleben, das im eigenen Tempo wächst. Es ist ein guter Ort, um sich vorsichtig an Geschwindigkeit heranzutasten, das Gleichgewicht zu finden, das Lächeln zu spüren, wenn es plötzlich „klick“ macht und man gleitet, statt zu stolpern. Und dann die Loipen, diese eleganten weißen Linien, die sich durch das Tal ziehen wie Geschichten, denen man nur folgen muss. Langlaufen mit Kindern? In Hochfilzen ist das ein Wohlfühl-Abenteuer. Die Strecken sind übersichtlich, klar präpariert, und die Stimmung leise, fast meditativ. Jeder Schritt wird damit zu einem kleinen Gedicht.
Aufstieg zu Fuß oder mit dem Skidoo
Wer noch mehr Abenteuer sucht, kann neben der Bahn zu Fuß oder auf Schneeschuhen hochsteigen. Die „fetten“ Schneeschuhe verteilen das Gewicht auf dem Schnee, sodass Kinder und Erwachsene mühelos den Hang erklimmen können. Oben angekommen: Schlitten geschnappt und ab geht’s. Das ist ein Winterspaß, der leicht, sicher und magisch zugleich ist. Wer es bequemer haben möchte, nutzt die Skidoo-Aufstiegshilfe, ein kleines Schneemobil.
Für etwas anspruchsvollere Outdoor-Fans lohnt sich der Aufstieg mit Tourenski und Fellen. Sie greifen in den Schnee, sodass man den Hang hochgehen kann, ohne zurückzurutschen. Perfekt für kleinere Skitouren direkt neben der Bahn, vorausgesetzt, der Schnee ist griffig. Bei verharschten Stellen empfiehlt es sich, eher zu Fuß hochzusteigen.
Hochfilzen ist also nicht nur ein Winterziel, sondern ein Ort, an dem Kinder lachen, Familien Abenteuer teilen und jeder Schritt in der Natur kleine Erfolgserlebnisse schenkt. Ob rodeln, stapfen oder gleiten: Hier wächst die Freude am Winter ganz von selbst.
Im Fairhotel entspannen
Das Fairhotel Hochfilzen, geführt von Hans Eder und seiner Familie, ist mehr als nur ein Ort zum Übernachten. Es ist ein Passiv-Energie-Hotel, gebaut, um Energie zu sparen und die Umwelt zu schonen, und gleichzeitig Wohlbefinden zu schenken. Die Zimmer sind hell, ruhig, klar, und damit perfekt, um nach einem Tag auf den Loipen oder Rodelbahnen zur Ruhe zu kommen. Besonders erwähnenswert sind die Matratzen. Wer hier schläft, spürt sofort, dass guter Schlaf kein Luxus, sondern Programm ist. Kinder kuscheln sich tief hinein, Erwachsene finden nach einem langen Wintertag Entspannung.
Das Zusammenspiel aus klarer Architektur, nachhaltigem Konzept und bewusstem Schlafkomfort macht das Fairhotel zu einem Ort, an dem sich die Ruhe von Hochfilzen noch intensiver anfühlt. Man kommt nicht nur an, man atmet durch und spürt die Energie, die der Ort und das Haus geben.
Biathlon in Hochfilzen
Doch Hochfilzen hat auch ein stolzes zweites Gesicht: jenes des Biathlons, der Sportart, die Präzision und Leidenschaft vereint. In der modernen Weltklasse-Arena trainiert die österreichische Nationalmannschaft, hochkonzentriert, durchdrungen von Ehrgeiz und Präzision. Wenn man Glück hat, sieht man sie auf der Weltklasse-Biathlonanlage ihre Runden ziehen, das schnelle Atmen im Frost, das Klicken der Ski, die ruhige Hand am Schießstand. Und plötzlich begreift man: Dieser Ort ist nicht nur ein Urlaubsdorf. Er ist eine Bühne für Meisterschaft.
Seit vielen Jahren finden hier Wettkämpfe der Weltelite statt, packende Rennen, bei denen ganze Täler den Atem anhalten. Wenn die Fans anrücken, die Fahnen flattern und die Berge widerhallend applaudieren, verwandelt sich Hochfilzen in ein sportliches Herzstück Europas. Für Kinder ist das wie ein Märchen, das sie zum Greifen erleben können. Sie sehen, wie Profis trainieren, kämpfen, jubeln, verlieren und wieder aufstehen. Sie sehen ihre Helden nicht im Fernsehen, sondern in der klaren Winterluft, vielleicht nur ein paar Meter entfernt.
Stille Umgebung, perfekte Ruhe

Und rundherum? Die Landschaft ist ein Geschenk. Sanfte Hügel, mächtige Gipfel, weite Täler, kleine Höfe, gute Küche, fröhliche Menschen. Spazierwege, die sich durch verschneite Wälder ziehen, Hütten, in denen die Suppe nie besser schmeckt als nach einem Wintertag, Ausflugsmöglichkeiten in die Kitzbüheler Alpen, die vor Schönheit fast überquellen. Hochfilzen ist ein Ort, an dem Familien ankommen. An dem Kinder wachsen. An dem der Winter kein fremder Gast ist, sondern ein Freund, der einlädt zum Spielen, Lernen, Staunen. Ein Ort, der sanfte Erinnerungen stiftet und gleichzeitig mit dem Feuer des Biathlons lodert.
Die Geschichte beginnt im Mittelalter
Schon im Mittelalter tauchte Hochfilzen in Urkunden auf. Damals war es noch ein abgelegener Weiler, in dem die Menschen von Landwirtschaft lebten, von harter Arbeit und einem Leben im Rhythmus der Jahreszeiten. Die Gegend war lange Zeit so abgeschieden, dass man fast sagen kann: Das Dorf hat sich seine Seele bewahrt, weil es von der Welt nicht überrannt wurde.
Im 17. und 18. Jahrhundert war es ein wichtiger Standort für den Holzabbau, die Wälder rundherum waren reich und boten Brenn- wie Bauholz. Später, im 19. Jahrhundert, begann der Abbau von Erzen. In Hochfilzen wurde Magnesit abgebaut, der für die Industrie wichtig war. Noch heute lassen sich mit geschärften Augen Spuren davon in der Landschaft finden.
Und dann gibt es ein Kapitel, das man nicht verschweigen sollte: Während des Zweiten Weltkriegs befand sich in Hochfilzen ein Außenlager des KZ Dachau. Mahnmale erinnern als stille Zeugen daran, dass Schönheit und Schrecken manchmal dicht beieinander liegen. Die Gemeinde setzt sich heute dafür ein, dass diese Geschichte nicht vergessen wird.
Schneesichere Lage in Tirol
Nach dem Krieg wandte sich Hochfilzen langsam dem zu, wofür es heute berühmt ist: dem Wintersport. Die Höhenlage macht das Dorf zu einem der schneesichersten Orte Tirols, und so wuchs es vom Bergbauerndorf zur sportlichen Bühne heran. Der Biathlon, einst Randerscheinung, wurde hier zu einem Markenzeichen und brachte der Gemeinde sogar die Biathlon-Weltmeisterschaften (1998, 2005 und 2017). Seitdem ist Hochfilzen ein Name, den die Wintersportwelt mit Respekt ausspricht.
Die Umgebung ist ein Kranz aus Dörfern, Bergen und Geschichten
Rund um Hochfilzen liegen Orte, die wie kleine Geschwister wirken, jeder von ihnen mit seinem eigenem Charakter:
Fieberbrunn
Direkt nebenan, ein quirliges, sportliches Tal mit der berühmten Streubödenbahn und dem Skicircus Saalbach-Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn. Perfekt für Ausflüge, größere Skitage und kleine Abenteuer abseits der Loipe.
Leogang
Nur ein paar Kilometer entfernt ist es rauer, steiniger, dramatischer. Die Leoganger Steinberge ragen wie Wächter in den Himmel. Ein Paradies für Wanderer, Biker, Kletterer und Naturverliebte.
Saalfelden
Ein Städtchen mit Charme und Kultur. Hier trifft Alpenluft auf Musik, denn Saalfelden ist bekannt für sein Jazzfestival. Und für gemütliche Cafés, kleine Läden, Spazierwege, die durch Wälder und am Ritzensee vorbeiführen.
St. Johann in Tirol
Ein lebendiger Ort, ein bisschen größer, ein bisschen mondäner, mit vielen Einkaufsmöglichkeiten. Von dort hat man ein atemberaubendes Panorama auf das wilde Massiv des Kaisergebirges.
Kitzbühel
Die berühmteste Nachbarin liegt nur eine halbe Stunde entfernt. Kitzbühel glänzt, funkelt, lebt zwischen Tradition und Eleganz. Wer mal durch die Altstadt bummelt oder auf dem Hahnenkamm steht, spürt sofort: Das ist alpine Geschichte pur.
Hochfilzen ist mehr als ein Reiseziel
All das macht Hochfilzen mehr als ein Reiseziel. Es ist ein Gefühl: ein leises Flüstern von Geschichte und ein kräftiger Schlag des Sports. Ein Lächeln eines Kindes, das zum ersten Mal allein über eine Piste gleitet. Ein Atemzug kalter Morgenluft, der sich anfühlt wie ein Neuanfang. Ein Platz, an dem sich Familien geborgen fühlen und gleichzeitig spüren, dass hier Großes passiert.
Wer einmal in Hochfilzen war, nimmt mehr mit als Fotos: ein warmes Leuchten im Herzen, das selbst dann bleibt, wenn der Schnee längst geschmolzen ist.
Praktische Informationen für deinen Besuch in Hochfilzen
Anreise
Hochfilzen liegt im Pillerseetal in Tirol, direkt an der Bahnstrecke Salzburg–Innsbruck. Mit dem Zug ist der Ort bequem erreichbar — der Bahnhof liegt mitten im Dorf. Mit dem Auto kommt man über die A10 Tauernautobahn und dann über St. Johann in Tirol.
Beste Reisezeit
Hochfilzen ist schneesicher von Dezember bis März. Wer Biathlon-Weltcup live erleben möchte, sollte den Veranstaltungskalender der Biathlonanlage im Blick behalten — die Rennen finden meist im Dezember statt.
Übernachten
Das Fairhotel Hochfilzen, geführt von Familie Eder, ist ein nachhaltiges Passivenergie-Hotel direkt im Ort — besonders empfehlenswert für Familien.
→ fairhotel.at
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