Sonntagsspaziergang: Rund um den Hofsee

Zwischen Adelsdorf und dem Laufer Keller führt ein Feldweg in den Wald zum Hofsee. Im Sommer standen hier oft Angler am Ufer, badeten ihre Würmer im Wasser und hielten sie dabei fest an der Leine, so dass diese nicht wegschwimmen konnten.

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Der Hofsee im Wald bei Adelsdorf in Franken.

Er dient den Adelsdorfern als Naherholungsgebiet, behauptet die Webseite der Gemeinde. Für uns ist es nah – und wir erholen uns dort gerne: Die Vögel singen, die Frösche quaken und es sind relativ wenige Menschen hier unterwegs.

Der Sturm fegte durch die Wipfel der Bäume, bog die Kiefern weit nach unten. Wir blieben stehen, während das Holz knarzte und ächzte, doch alles hielt stand. Wellen schnalzten am Ufer, ganz als wäre dies ein großer See. Rundum der Weg war weich, die Schweine hatten ihn an manchen Stellen durchpflügt, wohl auf der Suche nach tierischen Leckerbissen, die im Schlamm verborgen hausten. Der rechte See war wasserlos, statt dessen standen Bagger auf den Dämmen, lagen Steine parat, die Böschung zu stärken. Die Bäume hatten eine Manschette aus dichtem Draht bekommen. Ob die wohl im Sommer mit Blumen geschmückt wird?

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Hofsee bei Adelshausen in Franken.

Ein Stückchen weiter zwei seltsame Schilder: Das Ende der Fischgrenze wurde an den Bäumen angezeigt. Das hoffe ich wohl, dass die Fische im See bleiben und nicht auf die Bäume springen, um sich von den Ästen herunter in den Teich zu stürzen, so quasi als Fischvergnügen.

 

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Der Hofsee bei Adelsdorf in Franken.

Das Ende der Fischergrenze liegt dagegen im Wasser, wie das zweite Schild zeigt. Ob ab dort das Wasser so tief ist, dass der Fischer hier versinkt? Oder wohnt etwa die Wassernix dahinter im Teich und möchte nicht gestört werden?

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Der Hofsee bei Adelsdorf in Franken.

Nur ein Stück weiter waren dagegen andere Teichbewohner am Werk und werkelten so vor sich hin. Bäume lagen auf der Erde, mit der Krone im Teich. Die kegelförmigen Nageflächen verrieten die Urheber. Damit war klar, warum die Bäume auf dem Damm zwischen den Teichen einen Socken aus Draht verpasst bekamen:

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Der Hofsee bei Adelsdorf in Franken.

Biber hatten sich eine feste Burg aus Knüppeln am Ufer gebaut.  Die Lücken zwischen den Ästen waren sorgfältig mit schwarzem Teichschlamm verspachtelt. Doch weil ihnen die Burg schon wieder zu klein – vielleicht gibt es ja bald Nachwuchs? – stehen schon die nächsten Bäume bereit, die Burg zu vergrößern.