In Kappadokien unterwegs: Mein Bild für die Blogparade

kappadokien 2141 In Kappadokien war ich im Frühjahr unterwegs. Die Mandelbäume blühten reich und rosa, ansonsten war die Landschaft trocken und karg. Diese alte Frau ging – auf ihren Stock gestützt – nur sehr mühsam und langsam einen langen Berg hinauf: Unten am Fluss lagen die schmalen Felder, oben auf der Höhe die Häuser. Sie trug das, was sie geerntet hatte, im Sack auf dem Rücken.

Leider konnte ich sie nicht fragen, wie oft sie diesen weiten Weg gehen muss. Der Reiseleiter erzählte, dass die Menschen hier in Ortahisar weniger als 100 Euro im Monat bräuchten, weil sie diese sowieso nicht ausgeben könnten. Es gibt einfach nichts zu kaufen. Vielleicht ist es aber auch umgedreht: Es gibt nichts zu kaufen, weil die Menschen so arm sind und ein Händler nicht davon leben könnte, was er verkauft.

4 Gedanken zu „In Kappadokien unterwegs: Mein Bild für die Blogparade

      • Das ist ein toller Ansatz, den ich auch versuche umzusetzen, denn die Sehenswürdigkeiten an sich wurden eh schon millionenfach fotografiert.

        Allerdings habe ich immer Hemmungen die Kamera einfach so auf fremde Leute zu richten. Wie gehst Du damit um?

        • Hier habe ich ein wenig Übung, einfach deswegen, weil ich ja für Tageszeitungen unterwegs bin und dabei auch Leute fotografieren muss. Daher weiß ich: Es gibt zwar Menschen, die sofort ins Gebüsch hüpfen, wenn ich die Kamera auspacke, doch andere lassen sich ganz gerne ablichten. Fragen kostet nichts. Außer die eigene Überwindung.
          Manchmal fotografiere ich auch erst. Und frage anschließend. Weil ich sonst den einen oder anderen Augenblick verpassen würde. Da ich die Aufnahmen zeige, sind die meisten eher geschmeichelt. Ich gebe ihnen meistens auch meine Karte, schicke ihnen auf Wunsch das Bild oder so. Wenn in Urlaubsländern die Menschen damit ihr Geld verdienen (müssen), dass sie ihr geputztes Kamel zum Reiten hinstellen, aber schließlich niemand reitet, sondern alle fotografieren, dann zahle ich durchaus den Euro, den sie dafür verlangen. Why not.
          Mit Teleobjektiv fotografiere ich selten. Nur dann, wenn es nicht anders geht.

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