Eine Postkarte aus: Marktbreit am Main #1

Postkarten waren einmal? Nein, Postkarten sind immer noch schön. Früher diente die Post- oder Ansichtskarte dazu, dem Empfänger zu zeigen, wo ich bin, dass es mir gut geht – und dass ich an diejenigen denke, die zu Hause bleiben mussten. Zwar wurden in Zeiten von Mails und Statusmeldungen auf Facebook die Postkarten weniger, trotzdem sind sie wunderbare kleine Textminiaturen.

Deswegen zeige ich hier regelmäßig einmal im Monat eine Postkarte, von einem Ort, an dem ich einmal war. Wer mag, kann sich anschließen, eine Postkarte in seinem Blog mit einem kleinen Text versehen – und hier verlinken. Für diese Reihe habe ich mir den 11. jeden Monats ausgesucht. Wer mitmachen mag, verlinkt seinen Beitrag einfach unten als Kommentar: So finde ich – und andere Postkartengucker – diesen im weltweiten Netz.

Marktbreit am Main

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Zwei Pferde am Main in Marktbreit

Im kalten Nebel verschwammen die Häuser am anderen Ufer des Main zu gräulichen Schatten. Das Wasser lag ruhig und Raureif bedeckte das Gras am Ufer. Nur zwei Pferde standen am Wasser, sie wieherten und grasten und warteten. Ich bot ihnen einen Apfel – den sie verschmähten.

Vielleicht besuchen wir sie im Sommer noch einmal.

Der Brandenfels: Ein Fels in der grünen Brandung

Hoch auf dem Ringgau in Hessen steht die Ruine der ehemaligen Höhenburg Brandenfels. In der Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut, sind heute nur noch vereinzelte Reste oberhalb von Markershausen, einem Ortsteil der nordhessischen Gemeinde Herleshausen zu finden. An der ehemaligen innerdeutschen Grenze gelegen, trennt die Werra immer noch – die Bundesländer Hessen und Thüringen. Während auf der Thüringer Seite weithin sichtbar die Ruine der Brandenburg über der Werra wacht, touristisch gut erschlossen, auch wenn nur relativ wenige Wanderer kommen, liegt der Brandenfels dagegen wie vergessen auf seinem Berg. Hierher verirrt sich niemand aus Versehen, er will gesucht und gefunden werden und belohnt dafür mit einer Stille, die andächtig auf das Vergehen der Zeit verweist.

Immer schmaler wird der Weg.

Der Weg zur Burg schraubt sich von der Straße aus, auf der das Auto stehen bleibt, am Berg entlang. In Windungen geht es höher und höher, immer links um den Berg herum. Alte Steine auf dem Pfad berichten davon, wie er vor langer Zeit einmal befestigt wurde, damit Pferdehufe und Karrenräder sicher bis nach oben kamen.

Ein Fuchs kommt mir direkt auf dem Weg entgegen. Ich bleibe stehen, doch er nimmt mich nicht wahr, er trottet weiter auf mich zu, kommt näher und hält an. Hat er mich gesehen? Doch er guckt nach links, ins Gebüsch, hebt seine Vorderpfote, wartet gespannt ein kleines Weilchen, bevor er mit einem großen Satz darin verschwindet. Mit einer Beute im Fang kehrt er auf den Weg zurück und legt sie zunächst ab. Er wittert, spannt und schaut weiter in das Blattgrün. Ob er hofft, dass er an der gleichen Stelle noch ein zweites Mal etwas fängt? Leider schaut er mit einem Mal in meine Richtung, sieht mich, schnappt nach seiner abgelegten Beute und verschwindet mit einem großen Hupf im Busch.

Der Wegweiser zum Brandenfels am Baum.

Ein Pfeil weist vom großen Weg auf einen kleinen Weg, der sich unscheinbar im Grün verbirgt: Hier geht es links entlang. Der Pfad wird immer schmaler und manchmal bin ich mir nicht mehr ganz sicher, ob ich nicht doch eine Abzweigung verpasst habe. Buchen bilden einen grünen Baldachin über mir, durch den das Sonnenlicht blinkt. Bärlauch blüht und duftet, und die Bienen summen sich satt.

Dichter Blätterwald.

Ein Pfeiler, mitten im Weg.

 

 

 

 

 

 

 

Zwei Buchenstämme liegen übereinander und versperren mir den Weg. Ich drehe mich um und sehe jetzt erst das Schild, das mir zeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin und die Stämme einfach übersteigen muss. Immer schmaler wird der Pfad, ist nur noch fußbreit und gesäumt von hohen Rispengräsern, bis ich inmitten von blühendem Bärlauch und Waldmeister auf einen steinernen Pfeiler im Graben treffe. Oben auf dem Hang ragen Mauern, in denen Fensterhöhlen gähnen.

Hoch ragt die Wand im Wald.

Hältst du dein Ohr an die alten Steine, dann kannst du die Träume, Sehnsüchte und auch Klagen derer hören, die einst hier wohnten: Das Weinen des Küchenjungen, weil er für die verschüttete Milch von der Magd gezaust wurde; das Kichern der Küchenmädchen, die mit den Pferdeknechten schäkerten, wenn sie sich beim Wasserholen am Burgbrunnen trafen; das ungeduldige Schnauben und Scharren der Pferde, wenn sie bereits aufgezäumt warten mussten, bis es in das Tal hinab ging – und das Fluchen der Knechte, die bei schweren Wagen in die Speichen greifen mussten, damit alles nach oben auf die Burg gekarrt werden konnte, was zum Leben auf dem Berg nötig war.

Ein Durchbruch in der Mauer.

Ein Stein wippte unter vorjährigem Laub, als ich auf ihn trat – doch als ich ihn drehte, fand sich kein Eingang zum Feenreich. Nur ein Regenwurm ringelte sich rasch ins Dunkel zurück.

 

 

Aussicht vom Brandenfels über das Tal.

Die Aussicht über das Werratal ist von hier oben großartig. Wer nach der Anstrengung gerne essen und trinken will, muss dieses selbst als Picknick mühsam bis nach oben schleppen. Doch der Genuss ist damit um so größer, begleitet von Vogelzwitscher und Hummelsumm.

 

 

Grünes Licht für das Jahr 2015

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Am Rhein-Main-Donau-Kanal, vorne ist die Schleuse Hausen zu sehen.

Rotes Licht und grünes Licht zeigt die Schleuse Hausen auf dem Rhein-Main-Donau-Kanal in Richtung Nordsee. Die Frachter, die hier unterwegs sind, schieben sich fast unhörbar über den Wasserweg, eine kleine Bugwelle lässt die Enten kurz schwanken. Dann liegt das Wasser wieder ruhig, da kräuselt sich kein Wässerchen. Insgesamt überbrückt die Schleuse in Hausen 12 Meter Unterschied in der Wasserhöhe. Das ist etwa so hoch wie ein dreistöckiges Haus.

Mir fällt auf, dass ich gar nicht weiß, wie tief der Kanal überhaupt ist. Bin ich bei schönem Wetter hier unterwegs, sieht es aus, als sei das Wasser nur knietief. In Wirklichkeit sind es jedoch vier Meter, wie die offizielle Seite verriet.

Die Sehnsucht nach der Ferne

Eigentlich.

Eigentlich bin ich ein Stubenhocker. Seit ich denken kann, sitze ich lieber zu Hause in einer ruhigen Ecke herum, lese und hoffe, dass mich keiner stört. Schon als Kind habe ich lieber gelesen, als sonntäglich weißbestrumpft mit den Eltern spazieren zu gehen.

Die Bücher, die ich las, entführten mich dagegen in fremde Welten: Ich reiste mit Darwin auf der Beagle, mit Gulliver nach Liliput und Brobdingnag, baute mit Robinson eine Hütte, überlistete mit Jim Hawkins die Piraten und schipperte mit Huckleberry Finn auf dem Mississippi herum.

Vor nicht allzulanger Zeit beschrieb ich auf meinem anderen Blog www.jaellekatz.de über das, was für mich Heimat ist: (link)

„Heimat: Das ist für mich dort, wo ich mich zu Hause fühle. Das kann ich überall haben, das kann ich mir überall selbst machen. Manchmal brauche ich dafür nur ein bisschen Farbe, um mir die Wände bunt zu streichen.“

Sabines Frage  “Was bedeutet für dich Fernweh?” auf ihrem Blog Ferngeweht.de hat mich angestupst, auch darüber einmal nachzudenken: Ist Fernweh für mich eine Sehnsucht nach einer erreichbaren Ferne, so wie das Gefühl: Kaum bin ich zu Hause, will ich schon wieder weg?

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Sehnsucht in die Ferne, dorthin, wo der Horizont unendlich weit weg scheint.

Im Gegensatz zu früher bin ich heute durchaus sehr gerne unterwegs. Ich muss ohnehin lange genug sitzen und auf meinen Monitor gucken, während ich Texte schreibe. Irgendwann werde ich dabei kribbelig, besonders, wenn draußen gutes Wetter lockt. Da meine Arbeit mir das oft erlaubt, kann ich einfach raus und irgendwo unterwegs sein. Für ein paar Stunden zwischendrin fahre ich nicht so weit, da reicht es mir, wenn ich rund um die Fischweiher oder das Walberla laufen kann. Habe ich einen Tag oder das Wochenende frei, bleibe ich auch selten zu Hause. Dann geht es oft etwas weiter weg, in die Fränkische Schweiz etwa oder in den Aischgrund.

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Genau hingucken. Die kleinen Schönheiten entdecken.

Das klingt erst einmal nicht so spannend. Wo bleiben die Abenteuer? Ich verreise doch, weil ich etwas erleben möchte!

Da ich aber erst vor anderthalb Jahren nach Franken zog, fühlt sich das Entdecken der Täler, Berge, Höhlen und Ebenen immer noch wie ein endloser Urlaub an, der hin und wieder von der Arbeit unterbrochen wird. Ich gehe mit offenen Augen durch die Welt – ob in Franken oder anderswo – und versuche, im Fremden das Vertraute zu suchen. Das hat wenig mit der Entfernung zu tun: Viele Reisende sind hocherfreut, wenn sie irgendwo in der weiten Welt jemanden aus ihrer ursprünglichen Heimat entdecken. Das kann im Zweifelsfall auch jemand sein, mit dem sie zu Hause kein Wort wechseln würden.

urlaub im sommer 428

Wo war das? Egal. Lustig war’s trotzdem.

Längst sind (fast) alle Orte der Welt innerhalb einiger Stunden erreichbar. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sich alles auflöst, alles beliebig wird. Warum soll ich auch nach Tasmanien fliegen, wenn schon so viele Menschen dort sind? Kommen Kinder mit ihren Eltern aus dem Urlaub, können sie sich anschließend in ihrer Klasse über die Form der Sonnenschirme im Urlaubsresort unterhalten. Strand und Pool waren überall, doch was sahen sie von Tunesien, der Türkei oder Spanien außerdem?

 

 

 

Fernweh ist eine Sehnsucht. Da ich immer noch gerne und viel lese, kann ein geschriebener Text diese Sehnsucht nach: „Das will ich auch erleben“ auslösen. Ein Artikel von Iris Mainka, beispielsweise, die über den Vogelsberg und die ruhige Suche nach den dortigen Vögeln beschrieb, lockte mich dorthin. Da macht es nichts, wenn ich bei meiner eigenen Suche auf andere Dinge als die vorher beschriebenen stoße.

Ich bin gerne unterwegs, lasse mich treiben, fahre einfach los, halte, wo es mir gefällt und ich denke: Will ich mir jetzt genauer ansehen. Später mache ich mir Notizen, halte Eindrücke, Erinnerungen und Assoziationen fest, manchmal wird ein Text daraus. So bin ich aufmerksamer unterwegs, stolpere über die Baumwurzeln, die den Weg kreuzen, schnuppere den Geruch der blühenden Linden, warte, bis der Fuchs vor mir mit einem Hupf wieder im Gebüsch verschwindet und kann leider nicht sagen, welcher Vogel rechts über mir singt.

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Innehalten. Sonst kann der Schmetterling nicht landen.

Da ich das, was ich suche, in mir selbst trage, in mir selbst gewissermaßen zu Hause bin, stille ich die Sehnsucht nach einem anderen, nach einem vermeintlich viel besseren Leben nicht durch rastloses durch-die-Welt-irren. Ich setze mich zwischen die Blumen, schaue den Schmetterlingen nach und genieße den Tag.

 

 

 

Die Bastei – ein Erlebnis in der sächsischen Schweiz.

Es gibt sehr viele Menschen auf unserer Welt. Ob es nun zu viele sind, oder nicht, darüber mag ich nicht urteilen. Ich habe es aber gar nicht gerne, wenn um mich herum viele Menschen sind. Aus diesem Grund meide ich die Fülle der weihnachtlichen Innenstädte ebenso, wie Badestrände, auf die Sonnenhungrigen in Handtuchweite voneinander entfernt liegen und es so dicht gedrängt aussieht, als könnten sie sich – Platzmangels wegen – nur auf Kommando drehen.

Trotzdem gibt es Momente, da bleibt mir nichts anderes übrig, als mich in die Schlange der Wartenden einzureihen, mich in den vollen Bus zu quetschen und den warmen Atem des hinter mir Stehenden im Nacken zu spüren. Am Ziel ausgespuckt, muss ich weiter in der Herde traben, mitlaufen, dicht gedrängt zwischen der Menge aufpassen, dass kein Schirm mich piekt und sich kein fremder Absatz in meinen Fuß bohrt. Der Weg ist schmal, viele wollen ihn gehen. Da bleibt kein Platz für die Freiheit meiner Ellenbogen.

freitag 213

Pirna von oben – vom Biergarten aus gesehen.

freitag 212

Die Vögel haben sich auf dem Kran über der Kirche gemütlich eingerichtet.

Hätte ich nur nicht gefragt, so früh am Morgen, beim Frühstück in der Pension in Pirna. Eigentlich sollte Pirna nur ein Zwischenstopp sein, eine Übernachtung, wir haben Dresden angeguckt und wollten weiter.

Der Abend in Pirna klang in einem Biergarten aus, der sich als ältester Biergarten Deutschlands pries, im Schlossgarten liegt und dem die ganze Stadt geradezu zu Füßen liegt. Insekten schwirrten in der lauen Luft, ich wollte ein Deckelchen fürs Bierglas und fragte nach einem Bierfilz. Die Bedienung fragte: „Was?“ Da mir die wahre sächsische Bezeichnung für den dicken bedruckten Pappdeckel,  der unter das Bierglas gehört, nicht bekannt ist, fragte ich jetzt nach einem Bierdeckel. Daraufhin kramte die junge Frau im Abfalleimer, fischte einen Kronkorken heraus. Nein. Den wollte ich nicht. Ich versuchte, meinen Wunsch genauer zu erklären, fragte sie, ob denn die Brauerei nicht doch eine Packung mit dicken Pappen, bedruckt, so groß, dass künftig eine Steuererklärung darauf Platz…

Irgendwann im Lauf meiner Erklärungen sah sie nachdenklich vor sich hin, bückte sich, kramte eine Weile und holte tatsächlich einen ganzen Stapel Bierfilze unter der Theke hervor, noch eingeschweißt und unbenutzt. Wunderbar.

(Und ein Beitrag zur fränkisch-sächsischen Verständigung. Dabei hätte ich eine Frage an alle Sachsen: Gibt es dafür bei euch ein Extrawort?)

Morgens fragte ich eher höflichkeitshalber die Wirtin, ich meinte, wenn sie schon so nett mit am Tisch saß und mit uns Kaffee trank, dann spricht man ja auch miteinander, unterhält sich ein wenig über das „wo-kommst-du-her“ und „wo-willst-du-hin“, ich fragte also, was es hier gäbe, was ich unbedingt gesehen haben sollte. Nachdem ich Dresden schon gesehen hatte, erwartete ich ehrlich gesagt, nicht viel. Doch da hatte ich mich getäuscht und die Rechnung sprichwörtlich ohne die Wirtin gemacht.

Die Bastei! Müsse! Ich! Angucken! Sie schien entsetzt, dass ich nicht sofort in Entzücken ausbrach, statt dessen mit dem Begriff so gar nichts anfangen konnte. Sie bestand fast kategorisch darauf, dass ich das angucken müsse, erklärte den Weg zum Parkplatz, von dem uns ein Bus bis zum Ziel bringen würde. Ja, wir könnten von dem Parkplatz aus auch laufen, aber das dauere entschieden länger.

Bastei. Die hatte ich wirklich nicht auf dem Schirm. Mea maxima culpa. Erst saßen hier die Raubritter, dann kamen die Romantiker. Und jetzt die Besucher in Scharen.

urlaub im sommer 277

Das ist der eigentliche, der wahre Blick von der Bastei über die Elbe.

Die Bastei. Einfach gesagt: Ein ziemlich großer Felsbrocken in Sachsen, zu dem viele Wege hinaufführen. Waren sie früher nur mühsam begehbar, so dass die Maler maulten ob des beschwerlichen Aufstiegs, wurden sie dank Stufen und Brücken zum relativ bequemen Weg. 1801 und 1804 wurde denjenigen, die auf die Bastei hinauf gelangen wollten, noch geraten, sich einen wegekundigen Führer zu suchen. Der ist jetzt nicht mehr nötig: Die Wege sind ausgebaut und ähneln in ihrer Verkehrsdichte einer Fußgängerzone während der Hauptkampfzeit kurz vor Weihnachten.

urlaub im sommer 297

Immer wieder Aussichtspunkte, an denen ich fotografieren kann. Wenn denn Platz wäre.

Für ein Foto von einem der Aussichtsblicke musste ich warten, bis die vor mir damit fertig waren, und mich beeilen, damit die nach mir kommenden auch ein Foto schießen konnten. An jedem dieser Punkte knubbelten sich die Besucher:

„Können Sie mich mal durchlassen?“

„Ich will auch mal gucken!“.

Ein Junge nörgelte auf der Sandsteinbrücke seinen Vater an: „Ich will aber jetzt ein Eis!“, während sich dieser über die Faulheit seines Sprößlings aufregte, nur weil der keine Lust mehr darauf hatte, die fünf Schritte zum nächsten Aussichtspunkt zu gehen. Die alte Burganlage ist eingesperrt, derart mit dichten Zäunen verbrettert, so dass nichts von außen zu sehen ist. Hier soll für einen 15 Minuten dauernden Rundweg noch einmal extra gezahlt werden. Nö. Ein anderes Mal vielleicht, heute nicht.

urlaub im sommer 326

Der Amselsee.

Je weiter der Malerweg vom Buslandeplatz und den Hauptattraktionen wegführt, desto weniger Menschen gehen ihn. Tatsächlich ist der ganze ausgeschilderte Malerweg 112 Kilometer lang, ein Rundwanderweg, der sich nach historischen Reiseführern und gemalten Ansichten richtet. So weit geht es dieses Mal nicht. Unten angekommen, gab es eine kurze Rast am Amselsee, bevor es wieder nach oben ging. Irgendwie mussten wir ja auch wieder erst zum Bus und dann zum Auto kommen. An manchen Stellen war der Weg eng und steil und immer noch ziemlich beschwerlich. Dafür gab es mittendrin mit der Amselbaude einen Ort zum Rasten. Wer wollte, konnte den Amselwasserfall mit einem Geldstück einschalten.

urlaub im sommer 344

Steil geht es über viele Stufen bergauf. Diese sind neu, weil die alten rechts daneben von Geröll verschüttet wurden.

urlaub im sommer 341

Der Amselwasserfall wird durch den Einwurf eines Geldstückes ausgelöst. Sonst tröpfelt es nur.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Irgendwann wurden die Besucherströme wieder dichter, also näherten wir uns wohl wieder dem Ausgangspunkt. Das war auch gut so. Nach den vielen Stufen, erst bergab und dann bergauf, hatten wir uns eine Pause und das Abendessen redlich verdient. Den ganzen Malerweg können wir ja ein anderes Mal gehen. Wenn wir das wollen.

urlaub im sommer 313

Es gab wirklich schöne Aussichten.

 

urlaub im sommer 298

Die Sandsteinbrücke.

urlaub im sommer 303

Gegenüber der Sandsteinbrücke führten Stufen über die Steine.