Morgendämmerung auf dem Walberla

Morgenstimmung am Walberla.

Die Zeit eilt, rasch, zieht vorbei – so wie sich der Morgennebel vor der Sonne versteckt. Ich ziehe meine Schuhe und die alten Sachen an und wandere hinauf, dorthin, wo einst die Kelten wohnten.

Morgens um sieben. Das ist mein Beitrag zum Projekt 52 bei Frau Mondgras. Klick auf das Logo oder den Link führt zu den anderen Teilnehmern.

Lesezeichen auf allen Wegen

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Markierung Elisabethpfad: Weißes „E“ auf rotem Aufkleber mit dem stilisierten Gesicht von Elisabeth

Unterwegs sein. Während es heute Navi, Karten und sonstige Hilfsmittel gibt, habe ich mich vor einiger Zeit gefragt, wie das wohl früher gewesen sein mag. Ich wanderte auf den Spuren der heiligen Elisabeth von Eisenach bis Marburg – und musste oft genug die Zeichen suchen, bevor ich sie lesen konnte. Manchmal waren die Aufkleber hinter einem Schild versteckt, manchmal musste ich erst ein Stück Weg gehen, manchmal sah ich sie, wenn ich mich umgedreht habe, weil ich dachte: Hier kann es jetzt nicht sein. Ging ich den bequemen Weg, war es oft nicht der richtige, aber immerhin hatte ich die Zeichen an Bäumen und Laternenpfählen.

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Winterlinden

Früher gab es diese Zeichen nicht. Dafür standen Winterlinden an Kreuzungspunkten: Von einer Linde zur nächsten reichte der Blick und zeigte, wie der Weg weiter ging. Die Fuhrleute wussten davon, schließlich waren sie darauf angewiesen und wollten nicht den falschen Weg wählen. Wahrscheinlich konnte man sich damals als Ortsunkundiger von Gasthof zu fragen und bekam immer die nächste Etappe erzählt. Nehme ich mal an.

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Das ist mein Beitrag zum Projekt 52 bei Frau Mondgras im Februar: Lesezeichen.

Projekt 52: Winter am Walberla

Jeden Morgen erwacht der Tag und mit ihm die Lust, in die Welt hinauszuziehen. Wohin des Wegs ich gehe, richtet sich nach Wind und Wetter, Lust und Laune: Heute geht es hoch auf den Berg, aufs Walberla, der immer von ferne grüßt, sobald ich mit dem Auto in Richtung Forchheim unterwegs bin.

Die Sonnenstrahlen wärmen in der eisigen Luft, doch je höher ich steige, desto rauer weht der Wind. So leiste ich der Walburga, die vor ihrer Kapelle steht, nur kurz Gesellschaft. Ob ihr kalt ist, so wie sie bei Wind und Wetter draußen warten muss? In der kleinen Kapelle könnte sie Schutz finden, leider ist die Tür fast immer fest verschlossen. Die Schlittenkufen der Kinder spurten Parallelen in den Schnee, die im Sonnenlicht golden glänzen und bis hoch zur Spitze führen. Von hier aus ist die Sicht weit, so lange, bis die Dämmerung kommt.

projekt52_2.jpgDas ist mein Beitrag zum Projekt 52 bei Frau Mondgras. Eigentlich gilt es, jede Woche ein Bild zum Thema zu finden, doch der Januar ist schon so weit. Deswegen habe ich viele Bilder auf dem Weg zum Walberla gemacht und sie zu einem kleinen Film zusammengepackt. Viel Vergnügen damit.

Edit: Da habe ich doch gestern glatt vergessen, Frau Mondgras zu verlinken. Wird prompt nachgeholt: Da ist der Link. 

Die Musik stammt von:
Kostenlose Musik von Frametraxx Banner

Spanien im August

Einen ganzen Monat waren wir in Spanien unterwegs: In Sevilla, Cordoba, Malaga und Granada. Da blieb Zeit genug, alles auf uns wirken zu lassen und mit den Orten ein wenig vertrauter zu werden. Heiß war es, da war es auch gut, dass wir genügend Zeit mittags für die Siesta hatten, ohne ständig daran zu denken, was wir alles verpassen würden. Wir konnten in Ruhe dem weißen Kaninchen folgen, statt im Dauerlauf alle Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Ich werde jede einzelne Station noch ausgiebig vorstellen, hier möchte ich einfach einen ersten Eindruck vermitteln, mit einem Bild in schwarz-weiß aus jeder Stadt – und einem Bild aus den Dörfern in der Sierra Nevada.

Als ich vor mehr als 30 Jahren meine ersten Bilder selbst fotografiert habe, waren diese in den meisten Fällen schwarz-weiß. Das lag nicht nur daran, dass die Filme billiger waren, sondern auch daran, dass ich die Filme damals selbst entwickeln konnte und die Bilder ebenfalls selbst machen konnte. Von diesen Bildern sind – im Laufe der Jahre und vieler Umzüge – kaum noch welche vorhanden. Doch ganz vergessen habe ich die Schönheit der schwarz-weißen Bilder nie.

Seit mir mein Vater seine alte Spiegelreflexkamera geschenkt hat, habe ich wieder schwarz-weiße Analog-Filme im Schrank. Und warte auf die passende Gelegenheit, beides einzusetzen. Bis es so weit ist, nehme ich gelegentlich Bildern ihre Farbe, wie diesen hier – und beteilige mich an passenden Blogparaden, wie dieser von Aleksandra. Denn was nutzen die ganzen Schönheiten, wenn sie niemand betrachtet?

Sevilla.

Sevilla: Der Real Alcazar, der Königspalast mit seinen Gärten.

Cordoba.

Cordoba: Die Mezquita.

Malaga.

Malaga: Die Feria.

Granada.

Granada: Die Alhambra.

Sierra Nevada.

Die Dörfer in den Alpujarras, einem Teil der Sierra Nevada.

Postkarte aus: Cordoba, Spanien

Cordoba, Mezquita

Die Mezquita von Cordoba bei Nacht.

In der Dunkelheit der Nacht ist die Kathedrale, hineingebaut einst mitten in die Mezquita, eine der bis heute größten Moscheen der Welt, noch besser zu sehen, als am Tag. Sie überragt die flachen Dächer der Mezquita, sitzt wie ein Trumm darin und zeigt: Ich hab hier jetzt das Sagen. Erst 2006 hat die Kirche einfach 30 Euro Gebühr für den Eintrag ins Grundbuch bezahlt, jetzt gehört ihr das alles. Immerhin muss jeder 8 Euro Eintritt zahlen, der das Bauwerk besichtigen möchte. Da kommt bei fast 1,5 Millionen Touristen jährlich schon ein kleines Sümmchen zusammen.

Postkarten waren einmal? Nein, Postkarten sind immer noch schön. Früher diente die Post- oder Ansichtskarte dazu, dem Empfänger zu zeigen, wo ich bin, dass es mir gut geht – und dass ich an diejenigen denke, die zu Hause bleiben mussten. Zwar wurden in Zeiten von Mails und Statusmeldungen auf Facebook die Postkarten weniger, trotzdem sind sie wunderbare kleine Textminiaturen.

Deswegen zeige ich hier regelmäßig einmal im Monat eine Postkarte, von einem Ort, an dem ich einmal war. Wer mag, kann sich anschließen, eine Postkarte in seinem Blog mit einem kleinen Text versehen – und hier verlinken. Für diese Reihe habe ich mir den 11. jeden Monats ausgesucht. Wer mitmachen mag, verlinkt seinen Beitrag einfach unten als Kommentar: So finde ich – und andere Postkartengucker – diesen im weltweiten Netz.