Lesezeichen auf allen Wegen

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Markierung Elisabethpfad: Weißes „E“ auf rotem Aufkleber mit dem stilisierten Gesicht von Elisabeth

Unterwegs sein. Während es heute Navi, Karten und sonstige Hilfsmittel gibt, habe ich mich vor einiger Zeit gefragt, wie das wohl früher gewesen sein mag. Ich wanderte auf den Spuren der heiligen Elisabeth von Eisenach bis Marburg – und musste oft genug die Zeichen suchen, bevor ich sie lesen konnte. Manchmal waren die Aufkleber hinter einem Schild versteckt, manchmal musste ich erst ein Stück Weg gehen, manchmal sah ich sie, wenn ich mich umgedreht habe, weil ich dachte: Hier kann es jetzt nicht sein. Ging ich den bequemen Weg, war es oft nicht der richtige, aber immerhin hatte ich die Zeichen an Bäumen und Laternenpfählen.

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Winterlinden

Früher gab es diese Zeichen nicht. Dafür standen Winterlinden an Kreuzungspunkten: Von einer Linde zur nächsten reichte der Blick und zeigte, wie der Weg weiter ging. Die Fuhrleute wussten davon, schließlich waren sie darauf angewiesen und wollten nicht den falschen Weg wählen. Wahrscheinlich konnte man sich damals als Ortsunkundiger von Gasthof zu fragen und bekam immer die nächste Etappe erzählt. Nehme ich mal an.

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Das ist mein Beitrag zum Projekt 52 bei Frau Mondgras im Februar: Lesezeichen.