Spanien im August

Einen ganzen Monat waren wir in Spanien unterwegs: In Sevilla, Cordoba, Malaga und Granada. Da blieb Zeit genug, alles auf uns wirken zu lassen und mit den Orten ein wenig vertrauter zu werden. Heiß war es, da war es auch gut, dass wir genügend Zeit mittags für die Siesta hatten, ohne ständig daran zu denken, was wir alles verpassen würden. Wir konnten in Ruhe dem weißen Kaninchen folgen, statt im Dauerlauf alle Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Ich werde jede einzelne Station noch ausgiebig vorstellen, hier möchte ich einfach einen ersten Eindruck vermitteln, mit einem Bild in schwarz-weiß aus jeder Stadt – und einem Bild aus den Dörfern in der Sierra Nevada.

Als ich vor mehr als 30 Jahren meine ersten Bilder selbst fotografiert habe, waren diese in den meisten Fällen schwarz-weiß. Das lag nicht nur daran, dass die Filme billiger waren, sondern auch daran, dass ich die Filme damals selbst entwickeln konnte und die Bilder ebenfalls selbst machen konnte. Von diesen Bildern sind – im Laufe der Jahre und vieler Umzüge – kaum noch welche vorhanden. Doch ganz vergessen habe ich die Schönheit der schwarz-weißen Bilder nie.

Seit mir mein Vater seine alte Spiegelreflexkamera geschenkt hat, habe ich wieder schwarz-weiße Analog-Filme im Schrank. Und warte auf die passende Gelegenheit, beides einzusetzen. Bis es so weit ist, nehme ich gelegentlich Bildern ihre Farbe, wie diesen hier – und beteilige mich an passenden Blogparaden, wie dieser von Aleksandra. Denn was nutzen die ganzen Schönheiten, wenn sie niemand betrachtet?

Sevilla.

Sevilla: Der Real Alcazar, der Königspalast mit seinen Gärten.

Cordoba.

Cordoba: Die Mezquita.

Malaga.

Malaga: Die Feria.

Granada.

Granada: Die Alhambra.

Sierra Nevada.

Die Dörfer in den Alpujarras, einem Teil der Sierra Nevada.

Postkarte aus: Cordoba, Spanien

Cordoba, Mezquita

Die Mezquita von Cordoba bei Nacht.

In der Dunkelheit der Nacht ist die Kathedrale, hineingebaut einst mitten in die Mezquita, eine der bis heute größten Moscheen der Welt, noch besser zu sehen, als am Tag. Sie überragt die flachen Dächer der Mezquita, sitzt wie ein Trumm darin und zeigt: Ich hab hier jetzt das Sagen. Erst 2006 hat die Kirche einfach 30 Euro Gebühr für den Eintrag ins Grundbuch bezahlt, jetzt gehört ihr das alles. Immerhin muss jeder 8 Euro Eintritt zahlen, der das Bauwerk besichtigen möchte. Da kommt bei fast 1,5 Millionen Touristen jährlich schon ein kleines Sümmchen zusammen.

Postkarten waren einmal? Nein, Postkarten sind immer noch schön. Früher diente die Post- oder Ansichtskarte dazu, dem Empfänger zu zeigen, wo ich bin, dass es mir gut geht – und dass ich an diejenigen denke, die zu Hause bleiben mussten. Zwar wurden in Zeiten von Mails und Statusmeldungen auf Facebook die Postkarten weniger, trotzdem sind sie wunderbare kleine Textminiaturen.

Deswegen zeige ich hier regelmäßig einmal im Monat eine Postkarte, von einem Ort, an dem ich einmal war. Wer mag, kann sich anschließen, eine Postkarte in seinem Blog mit einem kleinen Text versehen – und hier verlinken. Für diese Reihe habe ich mir den 11. jeden Monats ausgesucht. Wer mitmachen mag, verlinkt seinen Beitrag einfach unten als Kommentar: So finde ich – und andere Postkartengucker – diesen im weltweiten Netz.